
Dies sollten sie bedenken:
Eine Katze kann zwischen 10 und 20 Jahren alt werden, sie ist ein Katzenleben
lang auf ihre Betreuung angewiesen. Dies bedeutet, ausgiebige
Streicheleinheiten, Schmuse- und Spielstunden, sowie das Katzenklo reinigen und
das Tägliche Futter servieren. Die Kosten für Katzenstreu, Futter und Tierarztbesuche (regelmäßige Impfung
usw.) sollten beachtet werden. Sie fahren in Urlaub? Gibt es eine Betreuung? Wenn Sie Berufstätig sind und noch keine Katze haben, sollten Sie über die
Anschaffung zweier Katze nachdenken. Denn bei Berufstätigkeit sind Sie
möglicherweise zwischen 6-8 Stunden am Tag außer Haus. In dieser Zeit würde sich
eine einzelne Katze wie in „Einzelhaft“ fühlen. Besonders Birmchen brauchen
einen Ansprechpartner, sonst besteht die Gefahr der Vereinsamung. Außerdem
machen zwei Katzen nicht wirklich mehr Arbeit, da diese sich miteinander
beschäftigen und sich von einigem Unsinn abhalten und statt dessen
miteinander spielen und schmusen. Die zweite Katze muss keine Birma sein.
Wir geben Katzen nur in Ausnahmefällen in Haushalte ohne zweites Tier ebenso
gehen wir davon aus, dass Sie vorher abgeklärt haben, ob jemand in Ihrer Familie
allergisch ist.
Des weiteren brauchen Sie noch einige Dinge für ihre Fellnase
ein Katzenklo und Katzensand,
einen Katzenbaum ( damit die Katze nicht das
Sofa oder sonstiges Inventar ihrer Wohnung benutzt),
einen Transportkorb oder Tasche,
Futter- und Trinknapf ( aus Keramik oder Kunststoff ),
Pflegeartikel ( Bürste, da Birmchen sich gerne kämmen und bürsten lassen)
Spielzeug, kleine Bällchen, Fellmäuse usw.
Katze oder Kater?
Insofern Sie nicht züchten möchten, ist die Wahl des Geschlechtes völlig egal.
Zwischen den Geschlechtern gibt es besonders nach der Kastration kaum
Unterschiede. Es gibt sowohl bei den Damen als auch bei den Herren extrem
verschmuste als auch etwas zickige Vertreter. Das ist Persönlichkeit des
Kätzchens, so wie jeder Mensch auch seinen eigenen Charakter hat .
Sie haben sich also entschieden, welches Kätzchen es werden soll. Nun beginnt
die anstrengende Suche nach dem richtigen Züchter.
Leider gibt es unter Züchtern immer wieder einmal “schwarze Schafe”. Diese zu
erkennen ist sicher auf den ersten Blick nicht leicht, denn eine Mitgliedschaft
in einem registrierten Katzenverein ist noch längst kein Garantieschein, dass
die Zucht ethisch und moralisch sauber ist und die Katzen dort bestmöglich und
artgerecht gehalten werden, halten sie beim Katzenkauf immer Augen und Ohren
offen. Worauf ist also zu achten bzw. was sieht auch ein Laie?
Zunächst einmal: ein guter Züchter gibt Ihnen gern und ausführlich Auskunft über
seine Zucht und die evtl. vorhandenen Kitten. Auch freut er sich, Sie in seinem
zu Hause begrüßen zu dürfen, auch wenn Sie kein konkretes Kaufinteresse haben,
weil Sie sich z.B.. erst einmal die Rasse “live” anschauen möchten.
Bei Ihrem Besuch beim Züchter sollten Sie dann misstrauisch werden, wenn das
Wohnzimmer keinerlei Gebrauchsspuren von Katzen aufweist. Soll heißen, Sie
finden dort keinen Kratzbaum, keine Schlafkörbchen, nirgendwo sind Katzenhaare
zu finden, auch kein Katzenspielzeug ist zu sehen und nirgendwo sind
Kratzspuren. Verhalten sich die Katzen dann noch seltsam, indem die Möbel sie
mehr interessieren als die Menschen oder sie vielleicht sogar ängstlich bei
Geräuschen reagieren und sich verkriechen? All das ist ein Hinweis, dass das
Wohnzimmer nicht der Ort ist, an dem sie sonst leben - wohl eher ist das
Wohnzimmer der “Schauraum” für potentielle Katzenkäufer.
Werden dann gar die Katze wie Schauobjekte herein- und wieder heraus getragen
und Sie haben das Gefühl, keine der Miezen hat in dem Wohnzimmer einen echten
eigenen Schlafplatz? Dann fragen Sie, wo die Katzen ihren Alltag verleben.
Auch sollten Sie nicht nur das Kitten zu Gesicht bekommen, welches Sie evtl.
adoptieren wollen. Sehen Sie hingegen alle Geschwister, die Mutter und - wenn
vorhanden - auch noch den Vater, und toben und spielen die Kätzchen (wenn sie
nicht gerade ihre Schlafzeit haben) ausgelassen herum, dann können Sie davon
ausgehen, dass Sie wirklich den Lebensraum der Tiere sehen.
Natürlich ist ein Besuch beim Züchter kein Besichtigungstermin für sein gesamtes
zu Hause. Trotzdem dürfen Sie fragen, wo denn die Katzen überall sind. Und beim
genauen Beobachten wird Ihnen dann auffallen, ob Ihnen ehrlich Auskunft gegeben
wird. Denn Katzen sind Wesen mit eigenem Willen. Ihnen kann man nicht
antrainieren, sich während der Anwesenheit von Besuchern anders zu verhalten als
sonst.
Am allerwichtigsten ist aber die Art und Weise der Katzenhaltung im
Züchterhaushalt. Die Katzen - und hier auch schon das Kätzchen - brauchen sowohl
den Kontakt zum Menschen als auch zu den Artgenossen, um gut sozialisiert zu
sein. Kommt das Kätzchen also zu Ihnen und schnurrt um ihre Beine, lässt es sich
vielleicht sogar auf Ihren Armen zu einem Schläfchen “herab”, ist es neugierig
und reagiert auf Spielversuche, die von Ihnen ausgehen.
Dann können Sie davon ausgehen, dass es eine gute Sozialisierungsphase hinter
sich hat. Ist es dagegen extrem ängstlich, duckt es sich vor Ihrer Hand beim
Versuch gestreichelt zu werden, kennt es weder Katzenwedel noch Papierkügelchen,
dann lassen Sie eine gewisse Vorsicht walten. Schauen Sie auch auf die Hygiene,
vielleicht können Sie auch einen Blick ins Katzenklo erhaschen, dieses sollte
nicht vor Klumpen und Kot überquellen. Sehen die Katzen sauber und gepflegt aus,
haben sie glänzendes Fell, und ganz wichtig: sind die Augen und Ohren sauber.
Ein seriöser Züchter wird seine Kätzchen niemals vor der 12. Woche oder
ungeimpft, ohne Entwurmung und
ohne Stammbaum abgeben!!!
Der Impfpass - soweit bei Ihrem ersten Besuch schon vorhanden (das Kätzchen muss
dabei 8 Wochen sein) - wird Ihnen gern gezeigt. Bei Abholung ihres Kätzchens
erhalten Sie einen ordnungsgemäßen Kaufvertrag, den Impfpass und natürlich den
Stammbaum des Kätzchens sowie eine Fütterungsempfehlung mit Futterpaket für die
ersten Tage.
Zu dem Thema gäbe es noch viel zu schreiben, jedoch sollte ein zukünftiger
Katzenbesitzer mit einer guten Portion "Hausverstand" und "Bauchgefühl"
ausgestattet sein und zusätzlich mit dem Züchter genügend Gespräche führen,
damit man zum richtigen "seinen" Kätzchen kommt :o)
